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Der Fels in der … CPU: bequiet! Dark Rock 4

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Bei dem 2016 als Komplettgehäuse konfigurierten PC hat sich das All-In-One-Konzept des Coolermaster Nepton 240 jetzt nach 4 Jahren “bemerkbar” gemacht, nämlich mit Geräuschen von der Pumpe. Das Wasser diffundiert mit der Zeit durch die Schläuche, das kann man nicht verhindern. Wasser nachfüllen geht bei den meisten AIO-Kühlern aber auch nicht (jedenfalls nicht zerstörungsfrei)… 🙄

Ein eventueller Ausfall des CPU-Kühlers war mir da zu heiß (  😛 ). Nach einigem Überlegen und jeder Menge YouTube-Videos hab ich mich dann entschieden, einen Luftkühler für die CPU einzusetzen. Beim AMD FX-9370 geht das mit 220W TDP gerade noch so. Da das Gehäuse (Silent Base 800) und die Lüfter (140mm Pure Wing 2) von bequiet! sind, hab ich mich natürlich erstmal da umgeschaut. Nach einigem Hin und Her hab ich mich dann für den Dark Rock 4 entschieden – der Dark Rock Pro 4 ist einfach zu massiv. 😉

 

Der Dark Rock 4 kommt gut eingepackt daher. Neben Halterungen für Intel und AMD ist netterweise auch ein langer Schraubendreher mit magnetischer Spitze dabei.

 

Und wenn man schonmal die Einzelteile vor sich hat, dann kann man auch mal die Küchenwaage rausholen. 😉

 

Wärmeleitpaste ist zwar im Lieferumfang vorhanden, aber ich hab mir trotzdem mal noch die DC1 mit bestellt.

 

Da das Mainboard nur beschränkte Kontrollmöglichkeiten für die Lüftersteuerung hat, hab ich als alter aquaero4-Besitzer auch mal einen Abstecher zu aquacomputer gemacht. Das OCTO ist eine kleine Platine, die die Lüftersteuerung übernimmt und per USB mit dem PC verbunden wird. Über die aquasuite X kann man dann sämtliche Parameter anpassen. Eingangskanäle sind 4 Temperatursensoren und auch die Hardwareinformationen vom PC (wie bei AIDA64).

 

Kann man immer gut gebrauchen: Verlängerungskabel für die Lüfter.

 

Beim Auseinanderbauen hat man immer mit Staub zu tun – 4 Jahre Luftdurchsatz hinterlassen ihre Spuren… 😉

Das Mainboard ist übrigens ein Gigabyte GA-990FXA-UD5 Rev 3.0

 

Japp, ziemlich staubig… 😳

 

Dann ging es an den Einbau des Luftkühlers. Als erstes Platzproblem stellten sich die RAM-Riegel heraus. Bei Steckplatz 1 und 3 passt der Lüfter gerade so noch rein. Zur Seitenwand des Gehäuses ist aber noch genügend Platz.

 

Nach über 1 Stunde Kampf mit dem Radiator der XFX R9 Fury X hab ich dann aufgegeben und den Radiator unten so platziert, daß er die heiße Luft zur Seite raus bläst. Also muss ich die rechte Seitenwand eben offen lassen. Hinten und oben im Deckel war schlichtweg kein Platz, da der Radiator einen Ausgleichsbehälter hat, der über die gesamte Breite geht. Als Sandwich im Deckel wie beim Coolermaster war also nicht möglich.

 

Das OCTO zu verdrahten kann unter Umständen etwas fummelig sein. Ich hab es oben beim DVD-Laufwerk untergebracht. Sinnigerweise kann ich meine alten Temperatursensoren wiederverwenden.

 

In der aquasuite X sieht man den OCTO, der ja über das interne USB-Kabel angeschlossen ist. Auf der Geräteseite sieht man die Werte der Sensoren und Lüfter. Auch die optionale Beleuchtung über LED-Strips kann man hier konfigurieren. Auch das Firmwareupdate wird hier angestoßen.

 

Die Lüftersteuerung ist extensiv. Ich nehme meistens die graduelle Steuerung nach Temperatursensor. Wenn man mehrere Lüfter hat, dann kann der zweite (oder mehrere) nach einem bereits konfigurierten Profil gesteuert werden – man muss also nicht alles doppelt eingeben.

 

Die Übersichtsseite ist frei konfigurierbar. Das ist anfangs etwas unintuitiv, bis man das System verstanden hat. Ich habe mir erstmal so das Wichtigste zusammengebastelt, die Seite läuft dann permanent auf dem Zweitmonitor. Die angezeigten Werte sind ein Mix aus den Daten vom OCTO und dem Hardwaremonitor von der aquasuite X. Der Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt.

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