HiFi

Teuflisch guter Sound: Teufel Ultima 40 (MK3 18)

Andere Wohnung, andere Soundkulisse. Das Set aus Teufel Ultima 20 + T10 ist zwar potent, aber auf die Raumverhältnisse recht schwierig einzustellen. Was primär an der Frequenzcharakteristik des Subwoofers liegt. Selbst mit den manuellen Equalizern des Yamaha RX-V685 habe ich es nicht geschafft, das niederfrequente Dröhnen und inkonsistenten Lautstärken des Frequenzkellers in den Griff zu bekommen. Das ist aber auch ein spezifisches Problem der Raumakustik… 🙁

Da ich aber auch schon länger mit den Teufel Ultima 40 als Standlautsprecher geliebäugelt hatte, habe ich mir das Set jetzt doch mal gegönnt. Quasi als verfrühtes Geburtstagsgeschenk an mich selber… 😉

Warum ausgerechnet diese Lautsprecher? Nun, zum einen kannte ich schon den Sound und die Qualität der Ultima 20, zum anderen haben die Ultima 40 vier Anschlussterminals – sie kann man also auch im Bi-Amp-Modus betreiben. Und letztenendes sind sie unter den Standlautsprechern in diesem Bereich auch preislich im Rahmen. Kanton, Nubert oder Klipsch ist mir schlichtweg zu teuer… 😉

 

Und da sind die guten Stücke! 21 Kilo muss man aber auch erstmal aus der Verpackung rauswuchten, die Dinger sind nicht gerade leicht… 😉

 

Da kommt doch das 24er-Set von Amazon genau richtig. Vier Terminals pro Lautsprecher bedeutet, daß vier Kabel mit insgesamt 16 Bananensteckern bestückt werden müssen. Also hab ich die Anschlussbrücken entfernt und mich an den Kabelbau gemacht. 😉

Ach ja, ich habe 4 mm² Lautsprecherkabel von KabelDirekt (Amazon) verwendet. Das ist für diese Bananenstecker der kleinste Querschnitt, kleiner Kabel würde ich mit denen nicht verwenden. Und 4 mm² ist für den Hausgebrauch eh der goldene Durchschnitt, mehr Kupfer brauchts im Wohnzimmer nicht.

 

Die schwarze Automatikabisolierzange (was ein Wort!) kann eigentlich bis 6 mm², aber da wohl eher Silikonhüllen. Mit der steifen Ummantelung der Lautsprecherkabel hat sich das Teil jedenfalls schwer getan. Ich habe dann den gelben Abisolierer (eher für Stromkabel gedacht) verwendet. Und wie immer hat der Haupa Drahtschneider kurzen Prozess mit den Lautsprecherkabeln gemacht. Im Gegensatz zu Seitenschneidern werden Drähte/Kabel nicht gequetscht, sondern abgeschert. So entsteht eine saubere Schnittkante. 😎

 

Vier Terminals, zwei Kabel. Oben wird der Mitteltöner und der Hochtöner angesteuert, unten die Tieftöner. Und genau deswegen hab ich mir mal eine Kabelbeschriftung gebastelt. Brother D-210VP ftw! 😉

 

Bi-Amping ist wie der Name schon sagt die simultane Verwendung von zwei Verstärkern für ein Lautsprecherpaar. Bei den modernen AVR sind wegen den vielen Lautsprechern ab 7.1 eh schon zwei Verstärker eingebaut. Beim Yamaha z.B. wird der Verstärker für die Surround-Lautsprecher (SP2) verwendet. Man kann aber auch zwei separate Verstärker verwenden.

 

Beim Setup im AVR stellt man die Frontlautsprecher auf “Groß” (=alle Frequenzbereiche werden wiedergegeben) ein. Mit Bi-Amping kann man beim Yamaha RX-V685 auch ein Soundsystem bis 5.2 aufbauen, also Surround + 2 Subwoofer. Ein 7.2-System funktioniert hier nicht mehr, da ja der zweite Verstärker den Frontlautsprechern zugewiesen ist.

 

Ohne Möbel wirkts halt noch a weng leer und der LG 55″ OLED wirkt mickrig. Aber dafür konnte ich schonmal die Kabel unterm Teppich verstecken… 😉

 

Und, wie klingens die Teufelsdinger denn nu? Also “out of the box” und mit dem vollen Frequenzspektrum recht neutral. Was in HiFi-Kreisen gut ist, denn dann ist die Box z.B. nicht zu basslastig ausgelegt. Die Ultima 40 sind je nach Soundquelle sehr “präsent” und ausgewogen. Nichts klingt matschig oder bassdröhnend.

Für meinen Geschmack fehlt da eindeutig im Frequenzkeller noch was, das habe ich aber am Yamaha mit der Soundoption “Extra Bass” behoben. Laut den technischen Daten sollen die zwei 165mm-Fiberglas-Tieftöner bis 45 Hz runter kommen. Für mich bringen sie ausreichend Bassfundament beim normalen Musikhören, ohne arg zu überlagern oder dröhnend die Gläser aus dem Schrank zu schütteln. Allerdings: bei höheren Lautstärken kommen die Lautsprecher richtig zum Leben, bleiben präzise und lassen sicherlich auch die Nachbarn daran teilhaben. Mein Eindruck in solchen Situationen: druckvoll & präzise! 😎

 

Ist das dann das “Ultima 60” Set? 😆  😛

Hier sieht man aber auch gut, daß die Ultima 20 zwar gleich breit sind, aber deutlich kürzer. Naja, irgendwoher müssen ja die 54 Liter Volumen der Ultima 40 kommen… 😉

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