Elektronik

Organisches Fernsehen: LG OLED 55 C8

#firstworldproblems: Wenn der 42″ Fernseher plötzlich zu klein ist… :p

Nunja, der LG 42LN5708 ist jetzt doch schon in die Jahre gekommen, stammt noch vom Vormieter und hat auch schon Kratzer auf dem Display. Also dachte ich mir: Kaufste mal einen neuen Fernseher. Und da ging die Suche erstmal richtig los. Denn die große Schlacht heißt: LCD vs QLED vs OLED vs Micro-LED. 😮

 

Zu OLED muss man wissen: Organic Light Emitting Diode. Und das organische Material stellt auch das größte Problem dar, nämlich das vielgefürchtete “burn in”. Denn OLEDs nutzen sich mit der Benutzung ab. Und wenn Bildbereiche immer das selbe anzeigen, dann verschleißen die OLEDs an diesen Stellen mehr. Oder weniger, denn auch schwarze Rahmen (21:9 Kinoformat oder 4:3 TV-Format) stellen ein krasses Ungleichgewicht dar. Und dann gibt es Schatten im Bild – die Pixel sind “eingebrannt”. Dabei sind das im Prinzip nur Helligkeitsunterschiede zwischen den OLEDs, denn bei Abnutzung leuchten diese mit weniger Kraft. Das sollte man bei der Benutzung eines OLED-Bildschirms berücksichtigen.

Und dann hat mal jemand gefragt: “Und was ist dann mit OLED-Screens in Smartphones?” Japp, vom Prinzip her haben die das gleiche Problem, aber deren Bildschirm ist auch nicht ständig mehrere Stunden am Tag an und wird auch öfters ausgeschalten.

 

Der Vorteil von OLED: Jedes einzelne Pixel leuchtet. Das bedeutet, daß Schwarz auch wirklich Schwarz ist (weil die LEDs dann einfach aus sind). Und daß der Blickwinkel nahezu 180° bei null Bildqualitätseinbußen beträgt, da es im Gegensatz zu LCD keine Filter und vorgelagerten Folien gibt.

In die selbe Kerbe schlägt Micro-LED: Selber Aufbau wie OLED, aber mit normalen LEDs. Welche nicht das vielgefürchtete Verschleißproblem haben. Samsung hat aber erst dieses Jahr auf der CES Prototypen vorgestellt, die Marktreife ist noch lange nicht erreicht.

 

Und dann lautete die Frage: Gibt es überhaupt bezahlbare 55″ OLED Fernseher um 1000€? Gibt es, weil nämlich LG der Hersteller sämtlicher OLED-Panele ist und auch selber Fernseher damit anbietet. Deswegen haben sie in der Regel etwas günstigere Preise… 😉

Und in diesem Kontext lohnt sich auch immer ein Blick auf das Vorjahresmodell, wie in diesem Video schön erklärt wird. 😎

 

Also entschied ich mich für den LG OLED55C8, welcher auf Amazon für 1300€ zu haben war/ist. Ein vergleichbarer QLED-Fernseher wie der Samsung Q90R kostet dagegen über 2000€…

 

Erster Gedanke: “Holy crap, ist das Ding groß!” Zweiter Gedanke: “Wie zum Geier soll ich das Ding anfassen und aus der Verpackung heben?!?” Denn das OLED-Display ist wirklich superdünn und nicht zum Transport gedacht. Unten an den Seiten ist es auch heikel, da das Display einen fingerbreit übersteht… 😯

Na auf jeden Fall hab ich den Fernseher auf die Couch bugsiert bekommen, wo ich den Standfuß anschrauben konnte.

 

Japp, Größe ist halt doch entscheidend! 😆  😛

 

Das war auch der Grund, NICHT zu einem Sony zu greifen: Die LG-Fernseher laufen seit 2014 mit WebOS, einem auf Linux basierenden Betriebssystem für Internet-verbundene Geräte.

https://de.wikipedia.org/wiki/WebOS

https://www.webosose.org/

 

Die Fernbedienung MagicRemote funktioniert über Funk, vermutlich Bluetooth.

 

Und dann beginnt erstmal die Tauchfahrt in die Myriaden an Optionen! Denn nichts ist so verstellbar wie der Bildmodus. Jede Option hat eine bestimmte Wirkung und beeinflusst die Gesamtwirkung entscheidend. Z.B. habe ich die Farbfülle um 10% zurück gedreht, weil mir die Farben eindeutig ZU kräftig waren. Und dann gibt es ja noch Kontrast und Helligkeit. Und nein, die Helligkeit wird nicht über “Helligkeit” geregelt, sondern über “OLED Licht”… 😛

 

Das ist auch eine Stärke der OLEDs: Blickwinkelstabilität bis zum Abwinken! 😎

 

Farben, Kontrast, Schwarzwerte, gleichmäßige Farbflächen: Das Bild schaut einfach nur hammergut aus! 😎

Allerdings ist es eine Umgewöhung, wenn man bisher nur LCD-Panels gewöhnt ist. Weil wie gesagt, Schwarz ist hier wirklich Schwarz. 😉

 

Spiele & HDR: Dazu sollte man wissen, daß HDR (High Dynamic Range) nicht standardmäßig aktiviert ist. Und daß LG das unter “ULTRA HD Deep Colour” versteckt hat. Damit auch jeder sofort versteht, daß HDR damit gemeint ist… 😛

 

Am Ende hab ich dann doch wieder meinen VESA-Ständer genommen, da der Monitor (und auch die Holz-Statue!) übelst krass das Funksignal für den Telekom MR401 geblockt haben. Das Ding braucht wirklich freie Sichtlinie. Aber so kommt der Monitor auch ein paar Zentimeter höher, was in dieser Konstellation praktischer ist. 😎

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