3D Druck

Smarter 3D-Druck: Duet3D Smart Effector

Ich hatte ja letztes Jahr angefangen, meinen TLM umzubauen. Aber dann passierte dieses ominöse “Leben” und andere Dinge waren erstmal wichtiger. Jetzt habe ich dann doch endlich mal die Muse für den Umbau gefunden. Zentrales Bauteil ist der Duet3D SmartEffector, der quasi eine Platine mit integriertem Drucksensor ist – so kann man nämlich die Druckdüse als Kalibrierungssensor benutzen und hat eine unerreichte Genauigkeit bei der Vermessung der Druckoberfläche.  😎

Befestigt wird der SmartEffector mit 360 mm Haydn Huntley’s MagBallArms. Und weil eine komplett neue Geometrie nicht schon schwierig genug ist entscheid ich mich dann auch noch zum Umbau auf 10 mm Carbonriemen… 😛

 

Genau, das war schon das erste Problem: Die Aluminiumprofile sind für 6 mm Riemen ausgelegt, also sind die 10 mm Pulleys viel zu tief. Es blieb dann nicht bei dem einen Loch, sondern ich musste es zu einem Langloch auffräsen.

 

Dann begann das große Kopfzerbrechen: Wie befestige ich die Magballs an den Trägern? ❓

 

Letztenendes entschied ich mich dann für das 20 mm Aluminiumprofil, das mir dann auch mehr Raum nach innen gab. Die 360 mm Carbonstäbe sind ja satte 40 mm kürzer als die originalen von TEVO.

Die Anbringung der 10 mm Carbonriemen war dagegen recht einfach: M5 Loch bohren & schneiden, Klemmblock festschrauben, fertig. Die Schwierigkeit war dann eher, die korrekte Länge der Riemen zu finden, da man ja im eingebauten Zustand der Träger nicht mehr an den Klemmblock heran kommt.

 

Richtig, die Klemmblöcke verbiegen sich beim Festschrauben. Daher habe ich dann einfach zwei Unterlegscheiben verwendet.

 

Die M5 Gewindeschneider hatten mit dem relativ spröden Aluminium kein Problem, selbst ohne Schneidöl.

 

Der Einbau der Riemen war wie gesagt etwas schwierig, da man eben die halbwegs korrekte Länge vorher zurechtschneiden muss. Andere Designs, z.B. die Drucker nach dem Kossel-Design, verwenden Träger mit integrierten Klemmblocken, die man auch im eingebauten Zustand verändern kann.

 

Was lange währt wird endlich gut: Passt, wackelt (nicht) und läuft geschmeidig! 😎

 

 

Das war die Grundlage, um den SmartEffector befestigen zu können. Denn dieser ist zu 100% auf die Haydn Huntley’s MagBallArms ausgelegt. Dann begann der heikle Teil: Zusammenbau und Verdrahtung.

 

Ich habe dann ein Mix&Match mit den Komponenten gemacht. Der SmartEffector hat einen speziell gefrästen Kühlkörper, den man verwenden muss. Aber der Rest ist übernommen von meinem E3D V6 Gold hotend.

 

Und dann gab es so einen “hättste mal die Beschreibung genau gelesen”-Moment: Die ausgedruckten Lüfterhalterungen sind für 35mm-Lüfter gedacht, nicht für meine 40mm-Lüfter… 🙄

 

Beim Anschrauben der Magballs hilft ein 10 mm Steckschlüssel sehr gut. Die M3 Muttern brauchen dann einen 5,5 mm Steckschlüssel. Und die Carbonstäbe werden dann einfach an die Magballs geklickt bzw magnetisch gehalten.

 

Die Verdrahtung ist immer das nervenaufreibenste an so einem großen Umbau. Zum Glück gibt es bei Duet3D genaue Anleitungen und vor allem gut lesbare Belegungspläne. 😎

 

Fertig! Und welch Überraschung: Ich habe tatsächlich alles korrekt verdrahtet! 😎

 

Bewegungsspielraum-Test: Viel Platz bleibt in den äußeren Sphären des Druckbereiches nicht. Das ist wichtig für die Auswahl des Lüfterkonzeptes für die Kühlung der Druckteile.

 

Und das ist der Grund, warum der SmartEffector so verdammt gut ist: Die Druckfläche wird direkt mit der Druckdüse vermessen, was in unerreichter Genauigkeit resultiert. 😎

 

 

Und lustigerweise funktioniert der Sensor auch während des Drucks! So hört man nicht nur, wie die Düse das Bauteil trifft, sondern hat auch noch eine optische Bestätigung (grüne LED)… 😆

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