HiFi

Wohnzimmerkontrollzentrum: Yamaha RX-V685

Die Entscheidung für einen neuen AVR im Wohnzimmer war diesmal etwas komplexer. Durch das Problem mit dem Teufel Concept E 400 am PC (stummer Subwoofer-Kanal bei analoger Verkabelung) dachte ich zuerst an einen 5.1-Decoder, allerdings sind die nicht gerade günstig – für das Geld bekommt man auch einen guten AVR. Dann vielleicht doch ne neue Soundkarte für den PC? Nun ja, kann man getrost knicken, da es laut Amazon-Rezensionen sehr deutlich rüberkommt, daß auch bei Creative und Asus die Treiber einfach nur Schrott sind… 😐

Durch den kurzen Test wusste ich, daß der Denon X1100W wunderbar mit Windows 10 funktioniert. Also dann doch einen neuen AVR fürs Wohnzimmer. Eigentlich wollte ich wieder einen Denon (X1500H, X2500H, X3500H), aber nach einigem Lesen in den HiFi-Foren kristallisierte sich raus, daß Onkyo recht ähnlich zu Denon ist und die AVR von Yamaha doch das bessere Gesamtpaket sind. Hmmm, Yamaha hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Nach einigem Vergleichen kristallisierte sich das aktuelle Mittelklassemodell RX-V685 heraus. Auch dank diesem aufschlussreichen Video:

 

Die Unterschiede fangen schonmal bei der Verpackung an: Der AVR ist nicht nur sicher verpackt, sondern lässt sich dank der geteilten Schaumteile auch einfach aus dem Karton holen. 😎

 

Alles drin, alles dran. Die Anschlussmöglichkeiten sind überwältigend für einen Mittelklasse-AVR.

 

Überraschung: Die Fernbedienung ist nicht nur sauschwer, sondern liegt auch stabil wie ein Ziegelstein auf dem Tisch und hat keine traditionellen Tasten. Die gummierte Oberfläche ist komplett geschlossen, die eigentlichen Tasten liegen darunter. Dadurch kann sich kein Dreck ansammeln und auch eine kurze Getränkedusche dürfte sie problemlos aushalten.

 

Ein Muss in dieser Klasse: Das Mikrofon für die automatische Lautsprechereinmessung.

 

Im direkten Vergleich zeigt sich, daß der Yamaha einen Schluck größer ist.

 

Jetzt weiß ich, was die Leute mit dem “rauspopeln” meinen: Die Stöpsel der Lautsprecheranschlüsse sind echt schwierig rauszubekommen…

 

ES LEBT! 😀  😎

 

Nach dem Anschluss des Netzwerkkabels kam etwa 15 Minuten später gleich das Unvermeidliche: Firmwareupdate!

 

Diese Meldung bereitete etwas Kopfzerbrechen, denn auch die PDF-Bedienungsanleitung ist nicht gerade hilfreich in dem Punkt. Im Prinzip sagt es nur aus, daß mein 42″ LG kein 4k kann. Nach Umstellung auf HDCP 1.4 funktionieren die HDMI-Anschlüsse problemlos mit dem Fernseher. 😎

 

 

Das Herzstück des Setups sind die Lautsprecher. Hier bieten sich auch vielfältige manuelle Einstellmöglichkeiten. Die YPAO-Messung mit dem Mikrofon misst nicht nur erstaunlich präzise die Abstände, sondern passt gleichzeitig den Equalizer zur Raumakustik an – pro Lautsprecher! Man kann hinterher aber auch sämtliche Parameter manuell anpassen.

 

Aber auch der Rest des Einstellmenüs ist verdammt umfangreich. Da kann man sich schnell drin verlieren… 😉

 

Die Sound-Apassungen sind vielfältig. Hinter “Program” verstecken sich die verschiedenen DSP-Profile. Der “Enhancer” verbessert den Frequenzgang der Soundspur von komprimiert auf “CD-Qualität”. Die Taste “Bass” verbessert den Frequenzkeller. Mit “Straight” umgeht man den Decoder, dann wird das Tonsignal nur durchgereicht. Enhancer und Bass kann man dann aber immer noch dazuschalten.

 

Original wird auf dem Display der Name des Eingangs angezeigt. Mit der “Info”-Taste am AVR habe ich dann auf “Decoder” umgestellt, damit der Modus des Tonsignals angezeigt wird.

 

Internet-Radio ist auch an Bord, allerdings doch recht limitiert. Eine Suche gibt es gar nicht.

 

Natürlich ist auch Apple’s Airplay an Bord. So kann der Sound von meinem iPad direkt übers Netzwerk auf dem AVR ausgegeben werden.

 

Äußerst hilfreich: Die 8 “Scenes” genannten Schnellwahltasten. Im Menü kann man nicht nur den Namen einstellen, sondern auch was im Profil gespeichert werden soll. Auf der Fernbedienung braucht man dann nur eine der 8 Tasten für drei Sekunden gedückt halten, damit die aktuellen Einstellungen übernommen werden.

 

 


 

Yamaha AV Controller

Selbstverständlich bietet der RX-V685 auch eine Steuerung per App. Der Einfachheit halber zeige ich lieber das Video dazu:

 


 

Yamaha MusicCast Controller

Hinter MusicCast verbirgt sich das Multiroom-Streaming von Yamaha. Das Gehirn ist in dem Fall der AVR und man kann mit jedem netzwerkfähigen Lautsprecher ein Multiroom-System aufbauen.

 


 

Yamaha AV Setup Guide

Als dritte App gibt es den Setup Guide. Dort wird nicht nur Schritt für Schritt alles verständlich gezeigt, im Abschluss wird die Konfiguration dann sogar noch an den AVR übertragen. Praktisch! 😎

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.