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Goodbye Logitech, hallo Razer!

Nach einigen Jahren des Gebrauchs zeigt meine Logitech-Hardware (G19, G502, G13) doch so einige Altersschwächen – Zeit für Neuanschaffungen. Doch bei der Suche auf der Logitech-Seite wurde mir schnell klar, daß es keine Keypads mehr gibt… 😯

Seit dem Thrustmaster TacticalBoard bin ich daran gewöhnt, daß meine linke Hand bei Spielen was zu tun hat, und zwar in einer relativ komfortablen Position. Für das WASD-Fingeryoga hatte ich noch nie was übrig. Dementsprechend war ein neues Keypad essentiell. Bei der Suche nach der Hardware und vor allem geteilter Software für alle Geräte analog zu Logitech Gaming Software bin ich einigermaßen schnell zum Schluss gekommen, daß da nur Razer in Frage kommt. Da war dann erstmal lesen lesen lesen angesagt, was es für Modelle gibt und was die Unterschiede sind – und das für Keypad, Tastatur und Maus. Puh, viele Informationen. Bei einem Review-Video des Orbweaver Chroma wurde mir dann klar, daß es noch etwas zu beachten gibt: Die unterstützten Geräte der aktuellen Software, bei Razer ist das Synapse 3. Das schränkte die Liste dann doch schon etwas ein. Nach einer halben Stunde im Mediamarkt, in dem ich vor Ort mal die Geräte begriffeln und vor allem die unterschiedlichen Keyboard-Switche ausprobieren konnte, sah dann meine Entscheidung wie folgt aus:

-Keypad: Tartarus V2 Chroma (weil keine Unterstützung vom Orbweaver Chroma in Synapse 3)

-Tastatur: BlackWidow Elite Chroma (die Ornata Chroma hat keine dedizierten Media-Tasten und die Huntsman Elite Chroma hat opto-mechanische Switche)

-Maus: Naga Trinity Chroma (ähnlich zur Mamba Elite Chroma, aber mehr Tasten)

-Mauspad: Goliathus Speed S (das Begriffeln vor Ort hat definitiv geholfen)

 

Erster Eindruck der BlackWidow Elite Chroma: Alter, ist das Ding schwer! Etwa 1,3 kg für die Tastatur plus 250g für die Handballenauflage. Das Ding steht stabil wie ein Fels! Liegt sicher auch daran, daß das Gehäuse aus Metall ist. 😀

 

Die BlackWidow Elite hat die grünen mechanischen Switche, also die klickediklickelklick machen. Oder wie Razer sagt: “tactile and clicky”. Oder anders gesagt: Die perfekte Tastatur im Büro, um die Kollegen in den Wahnsinn zu treiben… 😛

Und wie man sieht sind die Tasten nicht eingelassen, sondern “schweben”. Das vereinfacht natürlich die Konstruktion, ermöglicht eine “Unterbodenbeleuchtung” und (vielleicht nicht ganz unwichtig) der Dreck kann sich gar nicht erst in den Zwischenräumen ansammeln. 😎

 

Jupp, ich wollte wieder dedizierte Media-Tasten haben, hauptsächlich wegen der Lautstärkeregelung.

 

Interessantes Detail: Die äußerst komfortable Handballenauflage hält nicht mechanisch an der Tastatur, sondern magnetisch!

 

Die heilige Dreifaltigkeit der Gaming-Mäuse… 😆

Oder anders gesagt: Die Naga Trinity Chroma hat 3 magnetisch gehaltene Seitenplatten, die 2 oder 7 oder 12 Daumentasten besitzen.

 

Zuerst hatte ich als Mausmatte die Goliathus Control L mitgenommen. Das Mauspad hat eine Stoffoberfläche und eine gummierte Unterseite.

 

Dann hieß es: Abschied nehmen und umbauen. Man sieht gut, wie versifft die alte Hardware ist und bei der G13 war sogar eine Taste zerstört gewesen.

 

Nach der Installation von Synapse 3 habe ich dann erstmal ein Gerät eingesteckt und installieren lassen, Synapse 3 hat dann automatisch die neueste Firmware geladen und installiert.

Da es Chroma-Geräte sind, wird der Farbeffekt über alle Geräte hinweg synchronisiert. In diesem Fall habe ich es beim original eingestellten “Spektrum” gelassen, welches einen langsamen Farbverlauf durch alle Farben hinweg darstellt.

 

Nettes Detail: Die Taste in der Mitte des Lautstärkereglers stellt die Lautsprecher stumm (oder man weist in Synapse 3 eine andere Funktion zu), bei Aktivierung leuchtet der LED-Ring rot.

 

Nettes Detail²: Beim Druck der FN-Taste leuchten nur die Tasten auf, die eine Funktion mit dieser Taste haben. Clever!

 

Der Hauptgrund für den Wechsel zu Razer: Das Keypad. Weil der Orbweaver Chroma nicht in Synapse 3 unterstützt wird, habe ich halt den Tartarus V2 Chroma genommen.

 

Das Keypad ist erstaunlich leicht, aber angemessen verarbeitet und macht einen stabilen Eindruck. Im Gegensatz zur mechanischen Verstellung des Orbweaver Chroma weist der Tartarus V2 Chroma nur eine Handablage auf, die in zwei Positionen eingesteckt werden kann. Aber wie gesagt, das macht das Ganze deutlich robuster.

Noch was zu den Tasten, da ich ja den direkten Vergleich zwischen den grünen mechanischen Switchen der BlackWidow Elite und den Mecha-Membranes des Tartarus V2 habe: Man hört einen deutlichen Unterschied. Die grünen Switche haben halt einen hellen Klick, die Mecha-Membrane klingt etwas gedämpfter. Es ist allerdings immer noch klickiger als eine “normale” Tastatur. Allerdings ist mir bei meinem Exemplar auch aufgefallen, daß jede Taste etwas anders klingt. Da sind die grünen Switche der BlackWidow akustisch eindeutig gleichmäßiger.

 

Das Goliathus Speed S Mauspad weist im Vergleich zur Control-Version eine glattere Oberfläche auf. Fühlt sich für mich etwas angenehmer an.

 

So schaut die heilige Dreifaltigkeit meines Schreibtisches aus. Es ist sicher eine Umstellung vom Logitech-Equipment, aber die Sachen fühlen sich auch hochwertiger an. Und durch die synchronisierte Tastenbeleuchtung hat man nachts einen schönen Effekt. 😎

 

Ach ja, ganz vergessen: Der Thumbstick ist auch ein D-Pad! Dazu muss man einfach nur den Plöppel rausziehen. Auch interessant: In Synapse 3 kann man das Steuerkreuz von 4 Wege auf 8 Wege umstellen.

 


 

Ein weiteres Kapitel für sich ist natürlich die Software, die alles steuert: Synapse 3

 

In der Software kann man die komplette Tastenbelegung umschmeißen und die Beleuchtung einstellen.

 

 

Wichtig für die Maus ist natürlich auch die DPI-Einstellung. Aber auch das verwendete Mauspad kann man hier auswählen.

 

Zu jedem Gerät kann man die installierten Spiele zuweisen und daraus verschiedene Verhaltensweisen festlegen.

 

Beleuchtung, Beleuchtung, Beleuchtung: Neben eigenen Chroma-Geräten kann die Software auch Philips HUE steuern. Und man kann eigene Beleuchtungseffekte programmieren.

 

Ein riesiges Thema sind auch die Makros. Damit muss ich mich mal die nächsten Tage beschäftigen. Neben den Tastenanschlägen wird auch die Zeit registriert, bzw kann man im Makro auch die Dauer zwischen den Tastendrücken manuell anpassen. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

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