Seit Jahren kenne und schätze ich die hochwertigen Fahrrad- & Helm-Leuchten von Lupine. Teuer zwar, aber dafür gute deutsche Qualität aus Neumarkt (bei Nürnberg) und stets realistische Angaben zu Leuchtstärke und Ausleuchtungswinkel. Es wird nicht einfach die Datenblattangabe der LEDs hergenommen, sondern die fertige Leuchte wird in einer Ulbricht-Kugel vermessen – neben Licht-Gesamtmenge (=Lumen) wird hier auch das Farbspektrum bestimmt. Nach den Anfängen mit Halogen-Leuchten, HID und sogar Halogen-LED-Hybriden wird bei Lupine schon seit 2000 auf reine LED-Technik gesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. 2005 kam dann mit der Wilma und 2007 mit der Betty die bekanntesten & leuchtstärktsten Modelle auf den Markt. Der Wolf (Wolf-Dieter Koch, Geschäftsführer & kreativer Kopf von Lupine) schreckt auch vor radikalen Neuentwicklungen nicht zurück, so kam mit der Piko im Jahr 2010 ein gerade mal 50 Gramm leichter Lampenkopf auf den Markt, der mit zwei LEDs jede Menge Licht produzierte. Das gleiche Konzept führt dann 2014 die Neo mit nur einer LED fort. Die Fortschritte in der LED-Technik der letzten 15 Jahre sind enorm, wenn man mal die erste Generation der Lupine-Modelle mit der aktuellen vergleicht. Wohlgemerkt alles bei identischer Gehäusegröße: 💡

-Wilma 2005: 380 Lumen/12W || 2018: 3200 Lumen/28W

-Betty 2007: 1400 Lumen/22W || 2018: 5000 Lumen/45W

-Piko 2010: 550 Lumen/8W || 2018: 1800 Lumen/20W

Quelle: https://www.lupine-shop.com/de/ersatzteile-und-zubehoer/upgrade/

 

2017 sah dann auch zwei neue Modelle von Lupine, die die Innovationsfreude von Wolf deutlich machten. Mit der Blika kam quasi eine gepimpte Piko als eierlegende Wollmilchsau auf den Markt. Neben den bekannten Bluetooth-Remotetastern gibt es auch eine App, mit der man die Lampe konfigurieren kann. Und mit der SL wurde Neuland betreten: Eine Lupine-Leuchte mit StVZO-Zulassung! 😮

Dabei wurde sich nicht nur auf den Akkuanschluss beschränkt, sondern auch mit führenden Pedelec-Herstellern zusammen gearbeitet, damit eine Integration in die System-Elektronik möglich ist. Und es wird sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Zur Eurobike 2018 stellte Lupine eine SL mit Fernlichtfunktion vor. 💡

Und weil das noch nicht genug ist wurde mit der Alpha ein “because we can”-Topmodell vorgestellt: 16 LEDs, 70 Watt, 7200 Lumen, Multilens-System (18°, 22°, 180°), 99 Wh Akku mit 14,4 V. Als technologische Fingerübung. Weil man halt kann. Und diese dann noch auf den Markt bringt. Innovation und Wahnsinn liegt doch recht nah beieinander… 😛

 

Neben der Piko habe ich jetzt schon seit einigen Monaten auch die Neo als Helm-/Kopf-Lampe benutzt. Allerdings hat der rotationssymetrische Lichtkegel auf dem Radweg einen Nachteil, man blendet andere Verkehrsteilnehmer doch beträchtlich. Von daher ist das Konzept der SL doch schon sehr verlockend. Abgegrenzter Lichtkegel, Tagfahrlicht, bewährte Lupine-Qualität und kompatibel mit meinen bisherigen Lupine-Akkus. Von daher habe ich mir nur den Lampenkopf bestellt. 😎

 

Zum Ausprobieren bestellte ich mir auch noch den Schnellspannhalter und eine neue FastClick-Halterung mit.

 

Die SL ist im Vergleich mit z.B. einer Piko doch schon recht groß und mit 80g doch noch relativ leicht. Allerdings ist der Flanschabstand deutlich größer, weswegen die SL nicht in die Standard-Halterung rein passt.

 

Als temporärer Halter kam mein Liegestützetrainingsgerät zum Einsatz. 😉

 

Tagfahrlicht und deutlich abgegrenzter Lichtkegel: Die SL ist schon besonders.

 

Hatte ich nicht auf dem Radar, ist aber auch sehr nützlich: Die SL schaltet automatisch zwischen Tag- und Nacht-Fahrlicht mit Hilfe von zwei Helligkeitssensoren um. Das sind die zwei hellen Punkte auf der Rückseite des Gehäuses.

 

Erster Einsatz unter Realbedingungen. Und ich bin begeistert! Der Lichtkegel ist bei richtiger Höheneinstellung ziemlich gleichmäßig von vorne bis hinten und durch die breite Form hat man keinen Tunnelblick-Effekt. Die zwei Bilder wurden mit identischen Einstellungen aufgenommen und zeigen die zwei Leuchtstufen (500 Lumen/8W || 900 Lumen/16W).

 

Wenn man die SL nach unten dreht, dann sieht man auch gut den scharf abgegrenzten Lichtkegel. Der Taster dient dann auch gleichzeitig als Status-LED. Blau ist Nachtfahrlicht, Grün ist Tagfahrlicht und mit Rot/Rot-blinkend werden die Akku-Warnstufen signalisiert.

 

Ich entschloss mich dann doch, die SL permanent am Lenker zu befestigen. Die mitgelieferten Halter sind aus Kunststoff, hier hätte ich eher Aluminium erwartet. Als Geistesblitz bin ich dann drauf gekommen, daß man zur schnellen Anbringung des Akkus auch einen FastClick-Halter verwenden könnte. Klappt verdammt gut! 😎

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