Die wundersame Welt des Internets, wo man über die interessantesten Sachen stolpert. Wie z.B. über die kinetischen Skulpturen des holländischen Künstlers Theo Jansen. Seit 1990 beschäftigt er sich mit kinetischen Skulpturen, die man auch unter evolutionäre Bionik einordnen könnte. Kernstücke sind die Kinetik der Beine und die inzwischen legendären gelben Kunststoffrohre. Seine mit Windkraft angetriebenen Skulpturen, die er als Lebewesen sieht, heißen allgemein Strandbeest (niederländisch für: Strandtier).

1990 begann er mit der Entwicklung der Bein-Kinematik, die eine Kreisbewegung in eine “Fuß-Geh-Bewegung” analog zu einem tierischen oder menschlichen Bein umsetzt. Er schrieb ein eigenes Programm für den ATARI und kam so auf seine “13 heiligen Zahlen”: die exakten Längenmaße für eine funktionierende Kinematik.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Strandbeest

 

Auch der Ex-Mythbuster & TESTED-CoHost Adam Savage ist bekennender Fan der Strandbeester.

 

Die Strandbeester sind weltbekannt, spätestens auch seit dem BWM-Werbespot von 2007. Da Theo Jansen seine 13 heiligen Zahlen öffentlich zur Verfügung gestellt hat, werden die Strandbeester weltweit nachgebaut, auch von Studenten in technischen Fächern. Sinnigerweise gingen die Japaner einen Schritt weiter und brachten 2011 zwei Modellbausätze auf den Markt.

 

In diesem Beitrag werde ich das Mini-Strandbeest vorstellen, das Mini-Rhinoceros in einem separaten Beitrag. Es sind halt doch viele Bilder geworden… 😉

Der Bausatz von EDU TOYS kommt mit einem Journal, das Theo Jansen und seine Strandbeester vorstellt, sowie einer detaillierten Bauanleitung. Es handelt sich um die englische Ausgabe des japanischen Bausatzes mit einer separaten deutschen Übersetzung.

 

Die Sortierung der Teile ist wichtig, damit man den Überblick behält. 😉

 

Kurbelwellen, Zahnräder und Pleuelstangen: Die Ähnlichkeit zu einem Verbrennungsmotor ist unverkennbar.

 

Als erstes werden die “Schuhe” angezogen, die Gummistücke an den unteren Dreiecken. Mit den Verbindungsstangen werden dann die Beine zusammengebaut – bei 12 Beinen sind das ganz schön viele Teile…

 

Die Kurbelwellen laufen in den A-Rahmen. Die Beine werden dann über jeweils zwei Pleuelstangen mit der Kurbelwelle verbunden. Und das ganze 12 Mal.

 

Die zwei Hälften werden einfach mit einem Gummiband zusammengehalten. Beim Zusammensetzen ist darauf zu achten, die Kurbelwellen in der richtigen Orientierung zu verbinden. Danach werden dann die Zahnräder und das Windrad installiert.

 

Und so schaut das fertige Mini-Strandbeest aus! Ein Fön oder Mini-Ventilator reicht als Windquelle aus und die Bewegung ist echt faszinierend – eine kinetische Skulptur eben. 😉

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