Quadrocopter sind ja bekanntermaßen nicht gerade die leisesten Fluggefährte und je nach Größe klingen sie auch unterschiedlich. Ein YouTube-Kommentar verleitete mich dazu, mich mal mit Adobe Audition CC genauer zu beschäftigen und genau nachzuschauen, was die dominanten Frequenzen sind.  😎

Gut sind hierbei Clips länger als 5 Sekunden bei gleichbleibender Lautstärke und wo der Quadrocopter ohne äußere Einflüsse auf der Stelle schwebt. Klar kommt es auch auf das verwendete Mikrofon an, aber man kann durchaus eine Tendenz erkennen. Hier die Analyse von meiner Spark. Der 10-Sekunden-Clip wurde mit 65536 FFT (Blackman-Harris) abgetastet, das Ergebnis ist der Durchschnitt sowohl dieser 10 Sekunden als auch aus dem linken & rechten Kanal:

 

Da die logarithmische Ansicht die niedrigen Frequenzen akzentuiert, habe ich mal auf linear gestellt und in die Frequenzachse reingezoomt. Die niedrigste & lauteste Frequenz ist immer von den Propellern abgeleitet. Bei 366 Hz schwebt meine Spark also mit etwa 10980 U/Min. Deswegen klingt sie auch wie ein Schwarm verärgerter Bienen ( 😛 ). Interessant sind auch die 3 Spikes zwischen 9800 Hz und 10500 Hz, das kann aber auch durchaus von meiner Sony A6000 kommen.

 

Bei der Spark von Billy Kyle schaut es recht ähnlich aus.

 

Bei der höchsten Abtastrate entstehen auch jede Menge Datenpunkte. So schaut es aus, wenn man die ganze Grafik des 10-Sekunden-Clips exportiert – über 600 Seiten Text!  😯


Mavic Pro / Phantom 4 Pro / Phantom 3 Pro

Aus dem Video von Billy Kyle habe ich auch die Frequenzen der Mavic Pro und der Phantom 4 Pro extrahiert.

 

Dabei sind auch die unterschiedlichen Drehzahlen der Motoren interessant, was natürlich auch auf den Durchmesser der Propeller zurückzuführen ist:

-Spark: 10980 U/Min

-Mavic Pro: 6090 U/Min

-Phantom 4 Pro: 5550 U/Min

 

Auch die Frequenzen bzw die Ansteuerung der Motoren ist interessant – das ist das, was man als (nerviges) hochfrequentes Fiepen wahrnimmt.

-Spark: etwa 7900 Hz

-Mavic Pro: etwa 6400 Hz (wurde in der Platinum-Variante durch sinusförmige Ansteuerung behoben)

-Phantom 4 Pro: zwei Spikes bei etwa 3900 Hz und 4900 Hz

 

Hier noch zum Vergleich die Phantom 3 Pro, die allgemein als angenehmer für die Ohren empfunden wird als die P4P. Das liegt zum einen daran, daß alle 4 Motoren nicht mit der gleichen Drehzahl arbeiten (177/181 Hz –> 5310/5430 U/Min) und daß die P3P in den höheren Frequenzen eher Matsch (“white noise”) produziert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.