Die kabelgebundenen Headsets auf Arbeit (Jabra BIZ 2400) nerven mich mittlerweile ziemlich. Man muss zwar keinen Akku laden, aber das Kabel ist eben ständig im Weg. Seit letzter Woche haben wir neue IP-Systemtelefone (Cisco 9971), die nun endlich auch Bluetooth LE unterstützen.  😎

Dann ging die Suche erst richtig los: Welches Bluetooth-Headset? Ich wollte mindesten binaural ohraufliegend oder noch besser ohrumschließend, um einfach den permanenten Bürolärm zu minimieren. Ich schaute mir erstmal den üblichen Verdächtigen an, Jabra. Der Nachfolger BIZ 2400 II fiel ja schonmal wegen dem Kabel raus. Nach etlichen Videos über die Evolve-Serie war für mich klar, daß Preis und Realität dort nicht übereinstimmen. Viele beschweren sich, daß die verwendeten Materialien einfach nur billig wirken. Das Plantronics Voyager Focus UC wirkte hochwertiger und besser durchdacht, aber immer noch irgendwie so meh. Sony war auch keine Option. Durch einen Impuls viel mir dann noch ein, daß man ja auch mal bei Sennheiser schauen könnte. Dort fiel mir dann auch gleich das MB-660 auf, ich war aber erstmal verwirrt. Ist das jetzt ein BT-Kopfhörer? Wo ist denn da der Mikrofonarm? Nach und nach erforschte ich dann die ganze Genialität dieses einzigartigen Headsets für Büromitarbeiter, das in diesem Video gut erklärt wird:

 

Ein paar ungeduldige Tage später brachte der nette Postbote mir ein Paket vorbei… 😀

 

Richtig, das MB-660 wird in einem Hardcase geliefert, in dem sich auch das ganze Zubehör befindet. Der Kopfhörer ist dabei so eigentümlich flach gefaltet. Zubehör:

-USB-Dongle (Bluetooth) für PC/MAC

-USB-Kabel (zum aufladen; das MB-660 lässt sich aber auch als USB-Kopfhörer am PC/MAC verwenden)

-Audio-Kabel mit Rufannahmetaste (2,5mm auf 3,5mm 4-Pin)

-Flugzeug-Adapter

 

Dank der Schnellstartanleitungen kommt man fix zurecht. Alle weiteren Infos stehen dann in der Bedienungsanleitung, die auf der Sennheiser Webseite zu finden ist.

 

Und da fallen die erstaunlichen “30 Stunden Laufzeit” schon etwas auseinander – denn das gilt nämlich nur mit deaktiviertem Bluetooth. Die 20 Stunden mit Bluetooth sind aber immer noch verdammt gut, normale Headsets haben meistens nur 10-15 Stunden Laufzeit.

 

Die Materialen wirken sehr hochwertig, der MB-660 fässt sich einfach nur toll an. Die wenigen Hardware-Bedienelemente befinden sich an der rechten Ohrmuschel. Neben USB- und Audio-Anschluss befinden sich hier die Status-LEDs, die Taste für den Effekt-Modus, der Schiebeschalter für NoiseGuard, der Schiebeschalter zum Deaktivieren von Bluetooth und die Öffnung der 3 Sprach-Mikrofone. Und die restliche Bedienung? Die Steuerung von Telefongesprächen und Musik erfolgt per Gestensteuerung über das Touchpad an der rechten Ohrmuschel! 😮  😎

Apropos Mikrofone: Das MB-660 hat 7 (sieben)! Drei bilden den virtuellen Mikrofonarm, um die Sprache aufzunehmen. Angeblich funktioniert das sogar so, daß nur die Sprache des Trägers aufgenommen wird und null Umgebungsgeräusche. Die restlichen 4 Mikros verbergen sich unter dem gelochten Teil der umlaufenden silbernen Ringe und gehören zum NoiseGuard-System. Die zwei Öffnungen oben auf den Ohrmuscheln sind anscheinend nur für Belüftung/Druckausgleich zuständig.

 

 

Das ist die maximale Verstellung des Kopfbandes. Es gibt zwar eine Rasterung, aber keine Markierungen. Also muss man seine gewöhnte Ausziehlänge jedes Mal schätzen.

In dieser Position der Ohrmuscheln, also wenn sie aus der flachen Position gedreht werden, wird das Headset automatisch ein und aus geschaltet – es gibt keinen separaten Schalter. 😉

 

Das MB-660 wird ganz normal über einen Micro-USB-Anschluss geladen. Die fünf weißen LEDs geben dann Aufschluss über den Ladezustand.

 

Die Leder-Ohrpolster sind weich und passen trotz der recht schmal wirkenden Öffnung perfekt über meine Ohren. Die passive Schalldämmung ist schon recht gut, das ANC müsste ich dann mal die Tage auf Arbeit testen.

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