Vor ein paar Wochen habe ich aus dem Blauen heraus beschlossen, die Kunst des Saitenschwingens aka Gitarre-Spielen zu lernen. Es ist eine Sache, ständig Musik zu hören und ein Taktgefühl zu haben – es ist etwas total anderes, ein Instrument zu spielen. Es bedarf Geschick und nicht zuletzt eine riesen Portion Geduld…  💡

Einen großen Anteil an meiner Entscheidung hat tatsächlich Andertons TV, dem Youtubekanal des Musikladens in Guilford, England. Lee, Rob und die anderen stellen da Gitarren, Pedale & sämtliche andere Musikinstrumente auf eine unterhaltsame Weise vor. Lee Anderton hat außerdem eine eigene Reihe, wo er bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten aus dem Musikbusiness trifft. So erfährt man interessante Sachen von Guitar Heroes wie z.B. John Petrucci (Dream Theater), Paul Gilbert (Mr. Big), Bernie Mardsen (Whitesnake, UFO) und auch Industriegrößen wie dem Gitarrenbauer Paul Reed Smith (PRS Guitars). Und durch Reviews der anderen Komponenten wie Effektpedale und Verstärker bekam ich einen sehr guten Überblick über die großen Zusammenhänge, wie was funktioniert und warum. Und die ganze Terminologie… 😉

Nicht zuletzt ist es auch die großartige Chemie zwischen Lee Anderton und Rob Chapman, die die Videos so sehenswert macht… 😆

 

Und da kommt Rob Chapman ins Spiel: Er hat eine eigene Band und hat seit einigen Jahren sogar seine eigene Gitarren-Firma. Er bekam 2009 die Chance, eine limitierte Signature auf den Markt zu bringen, bekam dadurch den Fuß in eine renommierte Gitarren-Fabrik in Korea und das Ganze verselbständigte sich in das, was Chapman Guitars ist. Er hat eine moderne Philosophie mit seiner Firma, denn er lässt die Leute über Design & Features online abstimmen, die es betrifft: Die Gitarren-Spieler. Außerdem gibt es keine Zwischenhändler – jeder Chapman-Dealer bestellt direkt in der Fabrik. Für 2017 wurde sogar das KOMPLETTE Angebot angepasst, Modellreihen vereinfacht und auch Verbesserungswünsche der letzten Jahre eingebracht – das Resultat waren 29 (!) neue Gitarren auf der NAMM 2017. 😮


 

Und genau deswegen bin ich bei Chapman Guitars hängen geblieben. Es sind in dieser Firma weniger als 10 Leute, die moderne Gitarren von & für die Spieler entwickeln. Und das zu bezahlbaren Preisen. Wie z.B. die Signature, die ich mir dann letztendlich gekauft habe: Chapman Guitars ML1 RS. Die Gitarre wurde nach den Wünschen von Rob Scallon gebaut, der ein junger begnadeter Gitarrist und Producer ist. Rob Scallon entwickelte die universale 8-Saiten-Gitarre (ML1-8 RS) und dann deren Schwestermodell mit den gewohnten 6 Saiten. Ich hätte auch eine ML1 Standard Modern nehmen können, aber die Mehr-Features der ML1 RS waren einfach zu gut:

-dreiteiliges Design aus Massiv-Holz mit durchgehendem Mahagoni-Hals (wie in der Pro-Serie)

-Griffbrett aus Indischem Ebenholz

-Locking Tuners

-Chapman Passive Aggressive Humbucker

-Strap Locks (Schaller)

-Professioneller Koffer statt Tasche

Alleine diese Sachen sollten einem die 350€ Aufpreis wert sein. Abgesehen davon fand ich die Anordnung von Regler & Schalter ergonomischer. 😎

 

Bestellt habe ich die Sachen dann im Thomann, Europas größtem Musikhaus und gerade mal 30km von mir entfernt. Einen „besseren“ Zeitpunkt hätte ich mir nicht aussuchen können, denn durch eine schiefgelaufene Umstellung der kompletten Software (Shop und Lager) hatte Thomann übelste Probleme bzw Verzögerungen und Lieferrückstände. Meine Bestellung brauchte 8 Werktage, ehe sie überhaupt erstmal bearbeitet wurde. Das war eine echte Geduldsprobe. Der Versand ging dann aber ratzefatze am nächsten Tag raus. Der Postmensch tat mir leid: Das Paket mit der Gitarre wog 9k und das mit dem Verstärker & dem Rest satte 22,5kg… 😛

 

Gitarre und Verstärker waren auf alle Fälle sehr gut eingepackt! 😎

 

Als Verstärker habe ich den Blackstar ID Core 150 genommen, da der neben einer Latte an Features auch einen USB-Anschluss hat und somit eine Steuerungsmöglichkeit über den PC.

 

Das ist wie gesagt auch einer der Gründe, warum ich mich für die ML1 RS entschieden habe: Ein stabiler Koffer ist im Lieferumfang dabei.

 

Auch dieses kleine Detail ist nur auf den zwei RS Signature Gitarren zu finden: Der Anker, der ein Markenzeichen von Rob Scallon ist.

 

Und da ist die Gitarre in ihrer ganzen Pracht! 😎

 

 

Keine störende Kante, nur wunderschön geformtes Holz: Neck-Through nennt sich das, wenn der Hals ein durchgehendes Teil ist. Die Verarbeitung ist einfach nur erstklassig! Der Hals ist aus einem Stück Mahagoni, die Seitenteile aus leichterer Sumpfesche.

 

Das war noch im Koffer mit drin… 😉

 

Das „Kleinzeugs“, was ich mir noch mit bestellt hatte:

-Blackstar FS-12

-Sommer Cable The Spirit XXL (3m)

-Dunlop Electric Pick Variety Pack

-Harley Benton Guitar Strap Suede Brown

-Harley Benton Speedwinder

-Millenium GS-2001 A

-Fender California FT1620 Clip Tuner C

-Dr.Ducks Ax Wax

-Gibson Luthiers Choice AILC-975

 

Das sind die mitgelieferten Strap Locks, die sinnigerweise von Schaller hergestellt werden. Dadurch wird der Umhängegurt sehr sicher an der Gitarre gehalten.

 

Fender Clip Tuner. Einfach anclipsen und das Teil schaltet sich ein. Der Tuner nimmt die Vibrationen am Kopf wahr, man kann die Gitarre also auch ohne Sound und unplugged stimmen. Mittlerweile stimme ich die Gitarre aber eher über das FS-12 Pedal, da der Blackstar ID Core 150 einen integrierten Tuner hat.

 

Ich hab mir extra das Dunlop-Set bestellt, um ein Gefühl für die Stärke der Picks zu bekommen.

 

Die Wahl der Sommer Cable war genau richtig. Die Verarbeitung ist super und das Kabel ist richtig flexibel. Außerdem kommt es sogar mit einem Klettband.

 

 

Verkabeln, Stromstecker rein, anschalten. Die ersten Lebenszeichen des Verstärkers waren überwältigend, primär wegen der vielen Knöpfe.

 

Das FS-12 Pedal ist ein Fuß-Schalter für die 36 Speicherplätze (A-C), programmierbare Funktionen für D & E und hat außerdem ein Matrix-Display. Die Bezeichnungen der Speicherplätze oder Effekte laufen bei Auswahl als Laufschrift durch. Mit B+C schaltet man durch die Bänke des Speichers hoch, D+E für 2 Sekunden aktiviert den Gitarren-Tuner. Und den mitgelieferten FS-13 kann man auch noch rechts anschließen und hat dann zwei programmierbare Schalter mehr. 😉

 

Jupp, der Verstärker hat einen USB-Anschluss. Mit der Software Blackstar INSIDER kann man ihn steuern, die Speicherplätze verwalten, online neue Patches (Klangeinstellungen) runterladen und Firmware-Upgrades durchführen. Für das Programm mach ich aber mal einen eigenen Beitrag auf.

 

Ein Blick auf die Waage muss auch noch sein… 😉

 

Platz für Zubehör findet sich im Koffer im Mittelfach. Der Gurt passt bequemerweise zusammengerollt auch noch rein. 😎

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