NERF Disruptor

Die Tuning-Feder hatte ich schon eingebaut, ich hab die Bilder aber nochmal mit meiner Sony A6000 gemacht, als ich die Disruptor nochmal geöffnet hatte. Viele Schrauben gibt es und dann kann man die Gehäusehälfte entfernen. Interessant ist der Spannmechanismus, der die Spannanzeige mit betätigt und beim Abfeuern die Trommel dreht. Die Tuningfeder von Blasterparts.com ist wie gesagt schon eingebaut.

 

 

Als eine Maßnahme neben der Ölung ergriff ich auch gleich die Gelegenheit, den Luftstrom etwas zu verbessern. Aus der Trommel entfernte ich die Leitpfosten, ließ aber noch den Rand stehen – damit die Darts weiterhin einen definierten Anschlagpunkt haben.

Beim Luftzylinder habe ich das Frontteil entfernt. Das mit dem Loch ist unkritisch, da die Klappe bei einem eingeschobenen Dart eh leicht geöffnet ist. Und ja, ich habe es vorher getestet: Wenn man den Dart etwas rauszieht, so daß die Klappe geschlossen ist, ploppt der Dart ohne Kraft raus. Das Timing aus Klappenposition und die Vorwärtsbewegung des Zylinders zur Abdichtung ist hier wohl entscheidend.


 

NERF Rough Cut

Bei der Rough Cut gilt das gleiche Prinzip, wenn man die Federn tauschen will. Allerdings gibt es hier zwei Federn, da die Schrotflinte zwei unabhängige Kolben hat. Das Anschauen eines entsprechenden Videos auf Youtube empfiehlt sich für einen ersten Eindruck und die beachtenswerten Details. Z.B. wie man die Kolbenstangen entfernt. 😉

Erwähnenswertes Detail: Im Originalzustand ist es sehr schwierig, Einzelschüsse abzugeben. Denn der Abzug ist so gestaltet, daß die Rohre von links nach rechts abgefeuert werden – man hat also gegebenenfalls 8 einzelne Schüsse. Mit den Tuningfedern hat sich das gewandelt. Einzelschüsse sind jetzt wesentlich einfacher durchzuführen bzw muss man den Abzug schon bewusst durchreißen, um einen Doppelschuss abzugeben.

 


 

Chrono-Messungen

Aus meiner CO²-Zeit habe ich noch den ProChrono Digital, einem optischen Geschwindigkeitsmesser für Geschosse. Von 25-7000 ft/s kann er alles messen, auch Pfeile. Oder eben NERF-Darts… 😉

Da der Chronograph eine gewisse Lichtmenge braucht, benutzt man ihn gewöhnlich draußen mit den Diffusoren. Für drinnen gibt es spezielle LED-Panele, damit die Geschossgeschwindigkeit zuverlässig gemessen werden kann.

 

 

NERF Disruptor (Tuning)

Da ich den nicht mit der Originalfeder gemessen hatte, habe ich leider nur die Werte mit der Tuning-Feder.

NERF Elite: Av 77 ft/s (84,5 km/h)

KYG Elite: Av 66 ft/s (72,4 km/h)

 

Der Unterschied nach dem Entfernen der air restrictors ist marginal, aber messbar.

NERF Elite: Av 80 ft/s (87,8 km/h)

KYG Elite: Av 68 ft/s (74,6 km/h)

EKIND Waffle: Av 74 ft/s (81,2 km/h)

 

 

NERF Rough Cut (Original)

Erwähnenswert bei der Rough Cut ist, daß die zwei untersten Rohre deutlich weniger Power haben. Das drückt den Durchschnittswert natürlich nach unten. 😉

NERF Elite: Hi 72 | Lo 64 | Av 69 ft/s (Av 75,7 km/h)

EKIND Waffle: Hi 63 | Lo 56 | Av 61 ft/s (Av 66,9 km/h)

 

 

NERF Rough Cut (Tuning)

NERF Elite: Hi 86 | Lo 74 | Av 79 ft/s (Av 86,6 km/h)

EKIND Waffle: Hi 73 | Lo 63 | Av 68 ft/s (Av 74,6 km/h)

 

Zusammenfassend kann man sagen: Die NERF Elite fliegen zwar schneller, aber auch deutlich unpräziser als die EKIND Waffle. Durch die Tuning-Federn erhöht sich durch die Bank weg die Dartgeschwindigkeit, ist aber noch weit weg von den teilweise angegeben 100 ft/s. Ich glaube, dieses Revier ist eher für die NERF Rival-Serie vorbehalten, welche Kugeln anstatt Darts benutzt. 😉

Und durch das Aufschrauben der Blaster lernt man das Innenleben kennen und versteht dann die Mechanik besser. So kann man noch was lernen… 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.