RC-Modellbau

Hochspannend: ISDT Q6 Plus für LiPo-Akkus

Im RC-Modellbau braucht man ja bekanntlich Akkus und seit etlichen Jahren haben sich LiPo-Akkus für die Modelle bewährt. Als Ladegerät hatte ich bisher das Akkumatik von Dipl.Ing. Stefan Estner im Einsatz. Vor Kurzem ist allerdings der interne Balancer abgeraucht, auch ist die Bedienung nicht mehr zeitgemäß. Das Ladegerät hatte ich 2008 als Bausatz gekauft und selbst zusammengelötet – das war vielleicht ne Erfahrung. Siehe Album in der alten Galerie: Klick!

Bei Stefans LiPo Shop bin ich über die Ladegeräte von der chinesischen Firma ISDT gestoßen und war nach einigem Lesen doch recht angetan. Gute Werte wie z.B. großes 2,4″ IPS LCD Display, 300W Ladeleistung, bis 32V Eingangsspannung, XT60-Stecker für Strom- und Akku-Anschluss, Balancer mit 1000 mA Ausgleichsstrom pro Zelle, Bedienung nur mit einem Scrollradknopf und ein äußerst günstiger Preis. Zunächst hatte ich den ISDT D2 im Blick, aber der ist ja noch nicht lieferbar. Deswegen habe ich mich dann doch für den ISDT Q6 Plus entschieden. Und gleich noch “ein paar” Kleinteile mit bestellt…  😛

 

 

Beim Lader selbst sind neben einer Kurzanleitung auch noch zwei XT60-Buchsen dabei.

 

 

 

Der Q6 Plus verträgt bis 6S LiPo-Akkus und hat einen durchaus starken Lüfter zur Kühlung. Die Anschlüsse sind:

-Stromanschluss: XT60

-Akkuanschluss: XT60

-Balancer: XH

-Update (scLinker): 3,5mm Klinke

 

 

 

 

Und man hat absolut keine Vorstellung auf den Bildern, wie WINZIG der Q6 Plus ist!  😮

 

 

 

 

Nach einem kleinen Löt-Marathon habe ich die Kabel fertig gestellt. Man muss hier ja wirklich alles umstellen, denn am Akkumatik und den meisten anderen Ladegeräten werden ja 4mm Goldkontaktstecker verwendet. Als Stromanschluss habe ich mir ein Y-Kabel mit XT60 & Goldkontakt zusammengelötet, damit das Schaltnetzteil von Graupner beide Ladegeräte mit Strom versorgen kann. Mit 276 W ist es zwar unterdimensioniert, für den Anfang geht es aber. Zum einen braucht ein 5000er 3S bei 5 A Ladestrom nur maximal 63 W Ladeleistung, zum anderen kann man die Eingangsleistung im Q6 Plus begrenzen. 😉

 

 

Man schließt den Strom an und der Q6 Plus ist nach nichtmal einer Sekunde bereit. Das Display ist schön hell und kontrastreich, das kommt auf den Bildern nicht richtig rüber. Die Menüführung ist simpel, da alles nur mit dem Scrollrad aus Aluminium bedient wird. Zum gewünschten Punkt scrollen, auf das Scrollrad drücken, fertig. Das ist wirklich “Generation Smartphone”…  😎

 

 

Der Balanceranschluss ist XH, bei Akkus mit EH braucht man entsprechend einen Adapter. Der sollte aber nicht zu kurz sein, das beißt sich sonst mit den Akkukabeln… 😉

 

 

Es gibt 3 Programme, den Akku-Typ kann man einstellen, bei Bedarf die Ladeschlussspannung anpassen, die Zellenzahl wird automatisch durch den Balanceranschluss erkannt, dann stellt man noch die Stromstärke ein. Das wars, mehr braucht man nicht zu machen. Bzw braucht man im Alltag gerade mal zwei Schritte: Strom einstellen und Start drücken. 😉

 

 

 

Die verschiedenen Programme werden auch farblich unterschiedlich dargestellt. Entladen mit Magenta und Laden mit Orange. Bei 99% wird der Ladevorgang mit Grün markiert, nach dem letzten Quäntchen bei 100% ist der Vorgang mit Blau dann wirklich fertig.

Während eines Programmes kann man in der unteren Hälfte drei Seiten mit Informationen durchscrollen. Neben der Zellenspannung werden auch die Zellwiderstände angezeigt und ganz unten so Infos wie Leistungsaufnahme Stromanschluss & Akku oder die interne Temperatur. Es gibt auch zwei Zähler: Einer zählt die Ladevorgänge pro aktueller Betriebsdauer und einer die totalen Ladevorgänge. Beim Druck auf das Scrollrad kann man das Programm abbrechen oder die Stromstärke anpassen.

Akustisch gesehen piept das Gerät nicht viel rum, prominenter ist da dann eher der Lüfter. Dessen Lautstärke ist durch die Baugröße und damit höheren Drehzahlen natürlich höher als bei größeren Lüftern. Die Regelung könnte besser sein, da der Lüfter streng nach Temperatur geregelt wird. Es gibt keine “Grundlast”, sondern der Lüfter geht an, regelt je nach Temperatur rauf, dann wieder runter und schaltet sich aus. Die Temperatur steigt und das Spiel geht von vorne los. Wenn man sich ständig in der Nähe des Gerätes aufhält, dann kann das durchaus etwas nervend sein… 😉

Alles in Allem ist der Q6 Plus ein deutlicher Fortschritt und hat trotz der geringen Baugröße eine gewaltige Leistung. Die Bedienung ist simpel und die Informationen werden auf dem großen Display übersichtlich dargestellt. Ich bin jedenfalls zufrieden! 😎

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