Im Dezember 2016 wollte ich mir selbst ein Geschenk zum Geburtstag machen. Es sollte nach der Suunto Ambit 2R wieder eine GPS-Multifunktionsuhr werden. Nach einiger Suche und dem Lesen zahlreicher Reviews fiel die Wahl auf die Garmin Fēnix 3 in der Standardausführung.  😎

 

 

Warum die Fēnix 3? Nun, so sehr ich Suunto und die geniale Onlineplattform Movescount mag, mit der Spartan haben sie es total verrissen. Zum einen ist da der hohe Preis und zum anderen die Nicht-Features. Die ersten Reviews waren einfach nur vernichtend und ernüchternd. Und außerdem hat die Uhr einen kapazitiven Touchscreen, welcher in der realen Welt bei Regen eine Eigenleben führt – genauso wie bei den Garmin Edge-Modellen mit kapazitivem Touchscreen…  😐

Warum die Standardausführung der Fēnix 3? Saphirglas kostet satte 100€ Aufpreis und das Metall-Armband ist für sportliche Aktivitäten nicht zu gebrauchen. Und einen HF-Sensor hatte ich ja auch schon. Die Fēnix 3 HR wollte ich auch nicht, da ich durch das MIO Link um die Limitationen optischer HF-Sensoren weiß – sie sind nicht so genau wie Brustgurte und brauchen mehr Strom. Außerdem wollte ich wegen meinem Garmin Edge 800 bei Connect bleiben, um nicht zwei Plattformen bedienen zu müssen.

 

 

Bei Amazon hatte ich mir dann noch eine günstige Ladeschale von TUSITA bestellt, damit die originale am PC verbleiben kann.

 

 

Bei jedem Verbinden/Aufladen am PC wird nach Updates gesucht und ggf auf die Uhr transferiert. Nach dem Abstecken erscheint eine entsprechende Nachricht und man kann das Update installieren.

 

 

Schutz ist wichtig, da die Uhr im Alltag nicht geschont wird. Ich habe mich erstmal für das atfolix Panzerglas entschieden. War eine gute Entscheidung, denn seit dem Kauf habe ich jetzt schon ein paar Macken im (Panzer)Glas… 😉


 

Armbänder

Das originale Silikon-Armband ist eher für sportliche Aktivitäten gedacht. Da ich die Fēnix 3 aber auch im Alltag trage, kam schnell der Wunsch nach einem anderen und vor allem dickeren Armband auf – denn die Uhr ist schon ziemlich dick. Entschieden habe ich mich da für ein chinesisches Plagiat des Leder-Armbandes von Garmin. Das Plagiat kostet weniger als die Hälfte und ist aus PU-Leder gefertigt. So brauche ich mir keine Gedanken um die Oberfläche machen und es ist für Alltag & Sport robust genug. Und vor allem ist es nicht schwarz… 😉


 

Widgets

Widgets sind Anzeigen, die man aus dem Grundzustand (Uhrenanzeige) durchscrollen kann und die die unterschiedlichsten Informationen anzeigen können. Es können auch aus dem Garmin IQ-Shop von anderen Usern erstellte Widgets sowie Apps und Ziffernblätter heruntergeladen werden. Einige Widgets haben dann noch weiterführende Informationen, wenn man die Start-Taste drückt. Aktuell nutze ich:

-Digitaluhr mit Tag/Datum, Mondphase und Sonnenaufgangs-/Sonnenuntergangszeit

-die “Mein Tag” Zusammenfassung

-Schrittzähler

-Intensitätsminuten

-Kalorien

-letzte Aktivität

-Temperatursensor

-Oxygen Widget (IQ-Shop)

-BatteryGauge (IQ-Shop)

-Barometer

-ABC-Widget (Kompass/Höhenmesser/Barometertrend)

 

  


 

Externe Sensoren

Es wird eine Vielzahl an ANT+ Sensoren unterstützt, aktuell verwende ich nur den Garmin Premium HF Brustgurt und den Tempe.

Der externe Temperatursensor wird ganz normal gekoppelt und ist dann ständig aktiv bzw wird dann mit aufgezeichnet. Dazu sollte man wissen, daß der Sensor nur einmal pro Minute ein Signal absetzt. Er speichert aber auch die Minimal- und Maximal-Werte der letzten 24 Stunden. Der Sensor ist ausreichend genau, wird aber auch stark von Körperwärme und Sonneneinstrahlung beeinflusst. Das sollte man bei der Platzierung berücksichtigen. Deswegen habe ich den Tempe jetzt am Steuerrohr vom Mibo Express befestigt und mit Tarnband abgedeckt.

 

 

So schaut das dann während einer GPS-Aktivität aus. Beim Auswählen einer Aktivität werden in dem Fall 3 Sensoren abgefragt: GPS, HF und externer Temperatursensor. Bis die Uhr einen GPS-Fix hat, bleibt der Ring rot und zeigt den Fortschritt an. Bei einem stabilen GPS-Fix wird der Ring grün und man kann loslegen. 🙂


 

Akkulaufzeit

Da kommt es natürlich drauf an, was man so alles macht. Der größte Verbraucher ist natürlich eine Aktivität mit GPS. Bei meinen Tests hat sich aber herausgestellt, daß die Uhr mit aktiviertem Bluetooth nicht sonderlich viel mehr Strom verbraucht, das war eine Überraschung. Ach ja, GLONASS habe ich mit aktiviert – das hilft bei schwierigen Umgebungen und auch bedecktem Himmel.

Garmin gibt an: “Bis zu 50 Stunden im UltraTrac-Modus, bis zu 20 Stunden im Trainingsmodus, bis zu 6 Wochen im Uhrmodus”

 

Ein Beispiel aus der letzten Zeit in Connect: 01.02. 03:00 – 12.02. 04:00 (8% Restladung)

Das heißt also, in dem Fall hat der Akku 12 Tage bei 20 Aktivitäten und 8,5 Stunden GPS-Nutzung gehalten. In dem Fall spielt aber sicherlich auch noch das kalte Wetter mit rein. Lithium-Akkus mögen nämlich keine Kälte… 😉

 

Zweites Beispiel, hier hatte ich zum Tretrollerfahren weniger Zeit: 12.02. 04:00 – 26.02. 17:00 (8% Restladung)

Das wären dann etwa 15 Tage bei 16 Aktivitäten und 4,5 Stunden GPS-Nutzung.

 

Das muss ich jetzt im Sommer mal genau beobachten, ob sich die Akkulaufzeit noch verbessert, wenn nicht gerade winterliche Temperaturen herrschen.


 

Gedanken nach 2,5 Monaten Nutzung

Zuerst einmal: Ich war nie der Uhrenträger gewesen. Am PC und vor allem im Smartphone hat man ja ständig die Uhrzeit parat. Nichtsdestotrotz habe ich mich daran gewöhnt, eine Uhr am linken Handgelenk zu tragen. Die Fenix 3 zeigt ja nicht nur die Uhrzeit an, sondern eine Vielzahl an Informationen. Von daher ist es schon ein anderes Gefühl, als wenn man nur eine reine Armbanduhr trägt. 😉

Wie robust ist die Uhr? Nun, gewisse Abnutzungserscheinungen habe ich schon erwartet, da die Lünette aus Aluminium besteht. Die ersten Kratzer sind hier schon zu sehen. Das atfolix Panzerglas war eine gute Investition, da ich hier auch schon erste Macken drin habe. Besser dort als im Glas der Uhr. Das “Leder”armband hält meinen Torturen erstaunlich gut stand, es ist noch nichts gerissen. 😎

 

 

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen nach einiger Zeit überraschen. So habe ich erst durch Zufall herausgefunden, daß man die Start- und Zurück-Taste mit Shortcuts belegen kann. Man kann dann durch langes Drücken fast alle Funktionen auf diese Tasten legen. So habe ich z.B. auf Start den Timer gelegt und auf Zurück die Bluetooth-Funktion.

Apropos Timer: Der hat auch eine Repeat-Funktion, d.h. er startet nach Ablauf der wieder von vorne. Und vor allem wird der Ablauf der Zeit auch akustisch mit einem Piepen mitgeteilt. Das ist bei gleichmäßigen Workouts echt praktisch!  😎

 

 

Und gestern ging sogar mal der Unwetter-Alarm los. Das ist eine optionale Funktion des Barometers und warnt bei schnellem Abfall des Luftdrucks. Gestern bei der Regenfront wurden 1 mb/h Druckabfall überschritten… 😮

 

 

Zwischen meinem Garmin Edge 800 und der Fenix 3 besteht jetzt nicht sooo viel Unterschied. Die Differenz der Zeit & Gesamtkilometer kommt von den Schiebephasen (Tretroller) bzw wann die Geräte die Auto-Pause aktiviert hatten (geschwindigkeitsabhängig).

Interessant: Der Edge 800 reagiert schneller auf Temperaturveränderungen, z.B. ein schattiges Waldstück. Andererseits ist der Garmin Tempe am Steuerrohr auch gut eingepackt…

  


 

Garmin Connect und Express

Eine GPS-Uhr ist nur so gut wie ihre Auswerte-Software. Bei Garmin übernimmt die Connect-Plattform diese Aufgabe. Zuerst muss man natürlich erstmal seine Aktivitäten synchronisieren. Entweder man schließt die Uhr am PC an (Express) oder führt den Sync über Connect mobile am Smartphone durch.

 

 

Garmin Connect ist auf den ersten Blick ziemlich verwirrend und verschachtelt. Es braucht schon einige Zeit, bis man die Tricks und Kniffe raus hat. Z.B. kann man sich verschiedene Dashboards anlegen und Kacheln aus den Informationen des linken Menüs zurechtlegen – intuitiv ist hier was anderes…  😛

 

 

 

In der Aktivitätsanzeige sieht man dann sämtliche Daten. Zur besseren Übersicht kann man die Graphen maximieren und mit anderen Werten vergleichen. Ganz unten ist dann noch die numerische Zusammenfassung.

 

 

Desweiteren ist die Plattform auch für die Dokumentation gut, da man auch diverse Auswertungen durchführen kann. Z.B. wieviele Kilometer man im Jahr mit welchem Rad gefahren ist. Oder wieviele Stunden man pro Monat mit Krafttraining verbringt…

(Fahren und Sonstige ist Tretrollerfahren)


 

Fitness-Tracker

Durch die intelligente Auswertung des Beschleunigungssensors kann die Fēnix 3 die Schritte zählen und die Schlafaktivität aufzeichnen. Die Schritte und Aktivitäten mit dem HF-Senor werden dann zu den Aktivitätsminuten angerechnet. Der Stockwerk-Zähler funktioniert manchmal genau, manchmal werden nur 2 von 5 Stockwerken gezählt – ich bin hinter das System noch nicht so ganz gestiegen (Luftdrucksensor? Beschleunigungssensor?). Insgesamt eher eine Spielerei und außerdem nicht sooo genau, aber als Übersicht und evtl Motivationshilfe nicht schlecht. 😉

 

 

Wer mag kann auch regelmäßig sein Gewicht eintragen und hat so einen graphischen Verlauf. Auch mal ganz interessant. 😉


 

Reviews by DCRainmaker

Wer ausführliche Reviews zur Fenix 3 lesen will, der ist beim DCRainmaker bestens aufgehoben. Ray nimmt seine Testobjekte immer sehr genau unter die Lupe…  😎

https://www.dcrainmaker.com/2015/03/garmin-fenix3-detailed-review.html

https://www.dcrainmaker.com/2016/02/garmin-fenix3hr-review.html

 

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